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Interview mit Margrit Koch - OKB

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Interview mit Margrit Koch

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«Ich spüre die Aufbruchstimmung und die Unterstützung des Teams. Dafür bin ich sehr dankbar. Diese positive Energie ist bereichernd und gibt mir Kraft für meine Tätigkeit als CEO.»

 

Margrit Koch, CEO OKB
Margrit Koch: «Es macht mir extrem Freude, mit den Leuten zu sprechen und zu erfahren, was sie aktuell bewegt.»

Margrit Koch, was wünschen Sie sich als CEO?
Dass wir alle – unsere Kundinnen und Kunden, die Mitarbeitenden, der Bankrat und die Geschäftsleitung – gemeinsam die Erfolgsgeschichte unserer Obwaldner Kantonalbank im 2023 weiterschreiben werden.

Sie sprechen vom künftigen Erfolg der Obwaldner Kantonalbank als «Gemeinschaftswerk». Wie wichtig ist Ihnen persönlich das «Midänand»?
Ich bin eine Teamplayerin. Das wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt, denn ich habe eine Zwillingsschwester. Ich bin quasi seit Geburt an als Team unterwegs. Ich bin überzeugt, dass Teams viel bessere Resultate erreichen als Einzelpersonen. Ich zähle deshalb nicht zu denen, die im stillen Kämmerlein Resultate ausbrüten. Mich freut’s, als Mitglied eines Teams Ergebnisse zu kreieren.

Apropos Freude. Was waren Ihre Highlights in den letzten Monaten?
All die internen Anlässe, an denen ich den Mitarbeitenden auf einer persönlicheren Ebene begegnen konnte. Dazu zählt der Frühstückstalk. Das gemeinsame Frühstücken mit Mitarbeitenden in der Cafeteria am Hauptsitz hatte etwas sehr Familiäres. Das Personalfest mit dem Motto «OKB. Eifach Chilbi» war ganz toll. Ein riesiges Highlight war zudem der Kick-off-Anlass anlässlich der neuen Strategie 2022+ in Lungern. Als eindrückliche Erfahrung eines Teamerlebnisses wird mir der Abend mit unseren Lernenden in Erinnerung bleiben, als ich sie im Lager auf der Melchsee-Frutt besuchte. Diese Stimmung des Miteinanders, des Vertrauens und des Zusammenhalts. Einfach grossartig! Dankbar bin ich auch für all die persönlichen Begegnungen mit unseren Kundinnen und Kunden während meiner Filialtournee. Diesen jeweils halben Tag in jeder unserer acht Filialen erlebte ich als absolute Bereicherung.

Erfüllten sich Ihre Erwartungen, die Sie an die Filialtournee hatten?
Ja, total. Mein Ziel war, die Kundinnen und Kunden zu spüren. Ich wollte erfahren, wie lange sie bereits auf die Obwaldner Kantonalbank als ihre Finanzpartnerin zählen. Was sie an unserer Bank schätzen. Wieso sie uns ihr Vertrauen schenken und wie wir diesem Vertrauen gerecht werden können. Interessant war für mich auch zu hören, in welchen Bereichen wir Verbesserungspotenzial haben.

Sie sind seit fast einem Jahr CEO der Obwaldner Kantonalbank. Verlief Ihr Einstieg gemäss Ihren Vorstellungen?
Ja, grundsätzlich schon. Mit dem Bankrat hatte ich im Vorfeld die Details meiner Einarbeitungsphase besprochen. Im ersten Monat arbeitete ich mit meinem Vorgänger Bruno Thürig zusammen. Danach war für mich wichtig, die Mitarbeitenden, das Team sowie die internen Prozesse und Abläufe kennenzulernen. Und zu guter Letzt folgte der Kontakt mit der Kundschaft. Begeistert hat mich das herzliche Willkommen des gesamten OKB-Teams. Seine Unterstützung hat mir das «Ankommen» erleichtert.

Sie sagen «grundsätzlich». Was hatten Sie anders erwartet?
Die Entwicklung der Märkte. Trotz enger Beobachtung sind Einschätzungen schwierig. Generell war 2022 ein herausforderndes Jahr. Der Ukrainekonflikt, der uns alle sehr betroffen macht. Damit verbunden die Entwicklung der Rohstoffpreise und der Zinsen sowie die Teuerung. Zum Jahresende kann ich, auch im Namen meiner Geschäftsleitungskollegen, das Fazit ziehen: Wir sind mit dem Erreichten im 2022 sehr zufrieden. Alle Mitarbeitenden haben mit ihrem grossen Einsatz ihren Beitrag dazu beigesteuert. Und die Kundschaft hat uns die Treue gehalten und uns ihr Vertrauen geschenkt.

Die Obwaldner Kantonalbank lancierte im November ihre neue Strategie 2022+. Neu im Amt und gleich eine neue Strategie. Wie sehr ist dies für Sie persönlich eine zusätzliche Herausforderung?
Für mich ist diese Konstellation sehr spannend. Ich darf die Leitung einer Bank übernehmen und gleichzeitig gemeinsam mit der Geschäftsleitung und dem Bankrat die Weichen für eine gesunde Weiterentwicklung des Unternehmens neu stellen. Neu definieren, in welchen Geschäftsbereichen wir stärker werden wollen und Ressourcen investieren. Wie wir als Bank der Obwaldnerinnen und Obwaldner die Nähe zu unserer Kundschaft noch persönlicher gestalten und leben wollen. Die neue Strategie 2022+ sehe ich als riesige Chance, nicht als Belastung. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem gesamten Team zum Wohle unserer Bank einiges zu bewegen. Ich spüre die Aufbruchstimmung und die Unterstützung des Teams. Dafür bin ich sehr dankbar. Diese positive Energie ist bereichernd und gibt mir Kraft für meine Tätigkeit als CEO.

Die Strategie 2022+ trägt das Motto «Midänand Berge erklimmen». Was bedeuten Ihnen persönlich die Berge?
Sehr viel. Für sie schlägt mein Herz. Sie sind der Grund, weshalb ich vor über zehn Jahren nach Engelberg gezogen bin. Ich schätze und geniesse die frische Luft in den Bergen und die unberührte Natur. Auch sportlich bin ich ab und zu in den Bergen unterwegs, sei es beim Wandern, Biken oder Skifahren.

«Sportlich» ist ein gutes Stichwort. Mit der neuen Strategie haben Sie sich «sportliche» Ziele gesetzt. Eines davon lautet: Erträge sicherstellen und diversifizieren. Wie wollen Sie dieses Ziel erreichen?
Unsere Kernkompetenz ist das Zinsdifferenzgeschäft. Davon sind wir stark abhängig. Wir sind im Kanton Marktführerin im Hypothekargeschäft. Diese Position wollen wir halten und festigen. Neue und erweiterte Angebote, Dienstleistungen und Services sollen Zusatzerträge generieren, zum Beispiel im Anlagebereich oder im Bereich der Spezialberatungen. Per Ende 2022 haben wir zudem Grundeigentum in der Nachbarschaft erworben. Mit unserer neuen Immobilienstrategie wollen wir anderweitig Erträge erwirtschaften und somit die Abhängigkeit vom Zinsdifferenzgeschäft abschwächen. Die Ziele der Strategie 2022+ sind auf drei bis fünf Jahre ausgelegt. Die «Sämchen» sind gesät, sodass sie wachsen und gedeihen können und eine reichhaltige Ernte abwerfen dürften.

Ein weiteres strategisches Ziel ist, für die Kundschaft einen echten Mehrwert zu erzeugen. Was verstehen Sie unter einem «echten» Mehrwert?
Bei meinen Filialbesuchen habe ich den echten Mehrwert für die Kundinnen und Kunden erlebt. Unser Team vor Ort hat zugehört, hat nachgefragt, hat das konkrete Kundenbedürfnis erfasst. Danach folgte der individuelle Lösungsprozess. Deshalb ist unsere Präsenz vor Ort so wichtig. Sie bietet uns die Chance, die Bedürfnisse der Kundschaft direkt zu erfahren und diese Informationen in die Produktgestaltung einfliessen zu lassen. Jeder Kontakt — egal ob persönlich oder digital — soll für die Kundin respektive den Kunden ein positives Erlebnis sein. Diesbezüglich haben wir bei unseren Abläufen und Prozessen noch Optimierungspotenzial. Stolz bin ich auf die sehr guten Kundenrückmeldungen zu unseren digitalen Lösungen. Natürlich werden wir uns nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern unser digitales Angebot kundenorientiert optimieren und weiter ausbauen.

Von einem modernen Unternehmen wird erwartet, dass es nachhaltig handelt. Wo steht die Obwaldner Kantonalbank?
Nachhaltigkeit ist für uns ein sehr wichtiges Thema, das auch in der neuen Strategie 2022+ verankert ist. Seit dem 1. November 2022 beschäftigen wir erstmals einen Nachhaltigkeitsverantwortlichen mit einem festen Pensum von achtzig Prozent. Früher wurde dieses Amt nebenbei ausgeübt. Wir sind auf verschiedenen Ebenen nachhaltig unterwegs – als Arbeitgeberin, als Liegenschaftseigentümerin, als Bank und Unternehmen.

Wo sehen Sie die Stärke der Obwaldner Kantonalbank gegenüber ihren Mitbewerbern?
Sie ist die Bank der Obwaldnerinnen und Obwaldner. Das ist ihre Stärke. Wir kennen unseren Markt und unsere Kundinnen und Kunden, weil wir mit Obwalden stark verwurzelt sind. Zwischen uns und unserer Kundschaft existiert eine gesunde und solide Vertrauensbasis. Zudem überzeugen wir mit einer hohen Fachkompetenz, auch im Bereich von Spezialberatungen wie beispielsweise die Vorsorge- und Pensionierungsplanung. Wir bieten einen qualitativ hochstehenden Service und bedürfnisorientierte Dienstleistungen. Schliesslich haben wir Mitarbeitende, die tagtäglich für die Kundinnen und Kunden ihr Bestes geben. Und wir leben eine ganz tolle Unternehmenskultur.

Was macht diese Unternehmenskultur aus?
Das persönliche Gespräch. Es schafft die Basis für das gegenseitige Vertrauen. Ich denke, dass dieses persönliche Miteinander sehr geschätzt wird und der starke Teamgeist darin seinen Ursprung hat. Ich erlebe, wie motiviert unsere Mitarbeitenden ans Werk gehen. Dass sie gerne arbeiten.

Die Obwaldner Kantonalbank engagiert sich seit Jahrzehnten für die Berufsbildung. Welchen Stellenwert hat dieses Engagement für Sie?
Einen sehr grossen. Die Ausbildung von jungen Menschen ist mir eine Herzensangelegenheit. Sie auf ihrem Weg in die Berufswelt zu begleiten, ihnen während dieser Entwicklung persönlich und mit fachlichem Wissen zur Seite zu stehen, finde ich einfach grossartig. Sechzehn Lernende in vier verschiedenen Berufen absolvieren derzeit ihre Ausbildung bei uns. 28 Berufs- und Praxisbildnerinnen bzw. Berufs- und Praxisbildner in 21 Abteilungen unterstützen sie mit grossem Engagement während der gesamten Ausbildungszeit. Für diesen Einsatz danke ich ihnen.

Welches werden künftig die grössten Herausforderungen für Ihr Unternehmen sein?
Die Einschätzung der Märkte: Wohin entwickeln sie sich und welche Effekte haben diese Entwicklungen auf uns? Aber nicht nur die Märkte verändern sich, sondern auch die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden. Damit wir unsere Dienstleistungen noch stärker auf sie ausrichten können, haben wir 2021 das Projekt «Gemeinsam@OKB» lanciert. Eine Plattform für den Ideenaustausch zwischen unserer Kundschaft und uns. Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden wollen wir unser Produkt- und Dienstleistungsangebot gestalten. Wir haben mit unserer Strategie 2022+ ein starkes Fundament gebaut, um die Weiterentwicklung unserer Bank voranzutreiben und die Obwaldner Kantonalbank noch fester im Kanton zu verankern. Den eingeschlagenen Weg mit der Präsenz vor Ort in jeder Gemeinde erachten wir als richtig und wichtig. Für unser Geschäft ist das Vertrauen und der persönliche Kontakt essenziell. Uns ist aber bewusst, dass es Kundinnen und Kunden gibt, die lieber digital mit uns in Kontakt treten möchten. Deshalb werden wir auch unsere digitale Filiale weiterentwickeln.


(Das Interview mit Margrit Koch wurde im Geschäftsbericht 2022 publiziert)

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