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Eigenheimindex - OKB

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4. November 2020

Preisentwicklung Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen im Kanton Obwalden

Erstellt durch IAZI AG

Preisindex für Einfamilienhäuser

Grafik Preisindex für Einfamilienhäuser

Seit 1998 verzeichnen die Hauspreise schweizweit einen Zuwachs von 85,4 Prozent. Im Kanton Obwalden liegt der Wert mit rund 79 Prozent geringfügig tiefer. (Quelle: IAZI AG)

Der Obwaldner Immobilienmarkt entwickelt sich äusserst dynamisch. Dies belegen die neuen Marktzahlen des OKB-Preisindex für Einfamilienhäuser: Im letzten Halbjahr ist dieser um 3,2 Prozent gestiegen. Damit haben sich die Wertkorrekturen des Jahres 2019 bereits mehr als neutralisiert. Was sind die Ursachen des beachtlichen Preisanstiegs im Kanton? Obwohl sich noch im Frühling eine regionale Konsolidierung abgezeichnet hat, dürfte die Corona-Krise den Wunsch nach einem eigenen Haus mit Umschwung beflügeln. Obwalden trumpft auf mit Freiraum und Nähe zur Natur, die aktuell verstärkt gesucht werden.

Mit einem Plus von 0,6 Prozent sind die Hauspreise im Landesmittel über die letzten sechs Monate weit weniger stark gestiegen als im Kanton. Im langjährigen Wachstumstrend übertrifft der gesamtschweizerische Markt den kantonalen jedoch nach wie vor leicht: Während die Preise für Einfamilienhäuser seit 1998 schweizweit eine Steigerung von 85,4 Prozent aufweisen, liegt der Zu-wachs im Kanton Obwalden bei 79,2 Prozent.

Preisniveaukarte für Einfamilienhäuser

Preisniveaukarte für Einfamilienhäuser

Ein typisches Einfamilienhaus mit 180 m2 Wohnfläche und guter Bauqualität kann in Lungern für rund eine Million Schweizer Franken erworben werden. (Quelle: IAZI AG)

Wieviel kostet ein Einfamilienhaus im Kanton Obwalden? Die Variation der Hauspreise hängt zu einem grossen Teil von der Lage ab. Ein typisches, fünfjähriges Muster-Einfamilienhaus mit 180 m2 Wohnfläche schlägt in Engelberg als Erstwohnsitz mit rund 1,3 Mio. Schweizer Franken zu Buche. An günstigeren Standorten wie beispielsweise in Kerns muss für dasselbe Musterhaus mit 1,1 Mio. Schweizer Franken etwas weniger tief in die Tasche gegriffen werden. 

Massgeblich für die höheren Preise an den beliebten Lagen im Obwaldner Kantonsgebiet ist die bessere Erreichbarkeit und Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Der Blick über die Kantonsgrenzen hinaus verdeutlicht das regional sehr heterogene Preisgefüge. Um das gleiche Musterhaus am Vierwaldstättersee zu erwerben, müssen in einigen Gemeinden rund 2 Mio. Schweizer Franken budgetiert werden, während in Meiringen (BE) weniger als die Hälfte dessen aufgewendet werden muss.

Preisindex für Eigentumswohnungen

Grafik Preisindex für Eigentumswohnungen

In der langfristigen Betrachtung sind die Wertentwicklungen für Stockwerkeigentum um +87 Prozent (Kanton Obwalden) respektive +97 Prozent (Schweiz) beachtlich. (Quelle: IAZI AG)

Die Preise für Eigentumswohnungen im Kanton Obwalden erreichen diesen Herbst ein neues Allzeithoch. Mit einer Zunahme von 4,0 Prozent im letzten Halbjahr ist die Nachfrage nach Stockwerkeigentum sogar noch stärker gestiegen als bei den Einfamilienhäusern. Aus gesamtschweizerischer Sicht zeigt sich die Preisentwicklung des letzten Halbjahres mit 1,5 Prozent zwar robust, wenngleich etwas weniger dynamisch. Innert Jahresfrist beträgt der landesweite Wertanstieg 3,2 Prozent, was in etwa der historischen Wachstumsrate pro Jahr entspricht.

Sowohl kantonal als auch auf schweizweiter Ebene deuten die aktuellen Entwicklungen auf einen mehrheitlich krisenresistenten Wohnungsmarkt hin. Neben den attraktiven Hypothekarzinsen dürfte auch die verringerte Bautätigkeit zur stabilen Preisentwicklung in diesem Segment beigetragen haben. Je länger der Zeithorizont, desto deutlicher wird die Attraktivität von Stockwerkeigentum: Seit Beginn der Indexreihe haben sich die Preise in Obwalden mit 87 Prozent respektive mit 97 Prozent für die gesamte Schweiz nahezu verdoppelt.

Preisniveaukarte für Eigentumswohnungen

Preisniveaukarte für Eigentumswohnungen

Für eine typische 4.5-Zimmer-Musterwohnung sind im Kanton Obwalden durchschnittlich rund 880'000 Franken aufzuwenden. (Quelle: IAZI AG)

Hinsichtlich des Preisgefüges von Eigentumswohnungen ist innerhalb des Kantonsgebiets ebenfalls ein klares Muster erkennbar. Für den Kauf einer typischen Wohnung mit 4.5 Zimmern und 140 m2 Wohnfläche sind in Alpnach im Durchschnitt rund 880‘000 Schweizer Franken nötig. Zirka 10 Prozent mehr kostet dieselbe Musterwohnung in Sarnen, während für das Objekt in Lungern ein Abschlag in der gleichen Grössenordnung zu beobachten ist. 

Trotz der mittelfristig starken Wertzunahmen erscheinen die hiesigen Wohnungspreise im Vergleich zu den Nachbarkantonen geradezu erschwinglich. Selbst an den begehrtesten Standorten in Obwalden liegt das Preisniveau unterhalb demjenigen von Stans oder der Stadt Luzern. Wer in diesen Ortschaften die für den Vergleich analysierte Eigentumswohnung erwerben will, muss mit Investitionen von rund 1,1 Mio. respektive über 1,3 Mio. Schweizer Franken rechnen.

Zusammenfassung Preisindex Eigenheime

Grafik Zusammenfassung Preisindex Eigenheime

Die Nachfrage nach Wohneigentum ist im Kanton Obwalden intakt, auch zu Corona-Zeiten. Die Leerstandsziffer verharrt fast unverändert auf dem tiefen Niveau des Vorjahres, obwohl die Zuwanderung abgenommen hat. (Quelle: IAZI AG)

Der Wunsch nach Wohneigentum scheint in der Bevölkerung weiterhin sehr ausgeprägt. Obwohl die Zuwanderung aus dem Ausland und aus anderen Kantonen per Saldo abgenommen hat, bleibt die Nachfrage nach Wohnraum intakt. Die Leerstandsziffer zeigt sich für den Kanton Obwalden mit 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf fast unverändert tiefem Niveau, was auf ein Gleichgewicht im Wohnungsmarkt hindeutet. Der Eigenheimmarkt scheint der Corona-Krise somit nicht nur zu trotzen. Vielmehr haben die Covid-19-Massnahmen dem Wunsch nach Wohneigentum weiter Antrieb gegeben.

Nach dem Einbruch der Konjunktur im ersten Halbjahr 2020 und einem zunächst positiven Ausblick sind die langfristigen Folgen weiterer Pandemie-Wellen kaum vorhersehbar. Je nach Verlauf sind abermalige Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die Exportindustrie oder die Zuwanderung wahrscheinlich. Diese könnten indirekt auch im Eigenheimmarkt ihre Spuren hinterlassen. Aufgrund der globalen Niedrigzinspolitik ist zumindest davon auszugehen, dass der Erwerb von Wohneigentum aus Finanzierungsoptik attraktiv bleibt.

 

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