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16. November 2021

Preisentwicklung Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen im Kanton Obwalden

Erstellt durch IAZI AG

Preisindex für Einfamilienhäuser

Grafik Preisindex für Einfamilienhäuser

Die am Markt bezahlten Preise für Einfamilienhäuser im Kanton Obwalden sind von März bis September 2021 um 6,2 Prozent gestiegen (Schweiz: +3,3%). – Entwicklung vom 30. September 2020 bis 30. September 2021: Kanton Obwalden +8,1 Prozent, Schweiz +5,8 Prozent (Quelle: IAZI AG)

Der Einfamilienhaus-Boom im Kanton Obwalden setzt sich mit hohem Tempo fort. Die am Markt bezahlten Preise sind über die vergangenen zwölf Monate um 8,1 Prozent gestiegen, wie die Auswertung der aktuellsten Transaktionen zeigt. Dies entspricht im landesweiten Vergleich einem absoluten Spitzenwert. Im Schweizer Durchschnitt ist der Anstieg der Hauspreise mit 5,8 Prozent innert Jahresfrist zwar keineswegs gering – der kantonale Häusermarkt bewegt sich jedoch in einer weit höheren Sphäre.

Weshalb steigen die Werte so rasant? Dies liegt unter anderem am äusserst spärlichen Angebot: Im vergangenen Jahr ist der kantonale Bestand an Einfamilienhäusern um gerade einmal 30 Einheiten gewachsen. Zudem werden verfügbare Häuser oft unter der Hand vergeben. Jene wenigen Objekte, die am freien Markt gehandelt werden, erzielen aufgrund der ungebrochenen Nachfrage vielfach Höchstbeträge. Ist nach langer Suche endlich eine geeignete Liegenschaft gefunden, sind einige Interessenten scheinbar bereit, fast jeden Preis zu bezahlen.

Preisniveaukarte für Einfamilienhäuser

Preisniveaukarte für Einfamilienhäuser

In sämtlichen Gemeinden des Kantons Obwalden wird eine fünfjährige Musterliegenschaft mit 180 m2 Wohnfläche und 600 m2 Grundstück zu Preisen über einer Million Franken gehandelt. Die teuerste Gemeinde im Kanton ist Sarnen. (Quelle: IAZI AG)

Ein Haus mit Garten, eingebettet in eine traumhafte Landschaft und dennoch kurze Fahrwege ins Zentrum Luzern – eine fast unschlagbare Kombination, die im Kanton Obwalden entsprechend kostspielig ist. So muss für ein typisches, fünfjähriges Einfamilienhaus mit 180 Quadratmeter Wohnfläche und 600 Quadratmeter Grundstück im Durchschnitt rund 1,3 Million Franken budgetiert werden. Teuerste Gemeinde im Kanton ist Sarnen. Das Musterobjekt ist hier für 1,5 Millionen Franken zu erwerben. Etwas gemässigter zeigen sich die Werte in Kerns und Lungern. Hier werden für ein gleiches Haus rund 1,1 bis 1,2 Millionen Franken fällig werden.

Für Kaufwillige, die nicht via Freunde oder Verwandte an ein Objekt gelangen, ist und bleibt der kantonale Häusermarkt somit höchst anspruchsvoll. Aufgrund der allgemein geltenden Finanzierungsrichtlinien führen die steigenden Preise auch zu erhöhten Anforderungen bezüglich Eigenmittel und Haushaltseinkommen.

Preisindex für Eigentumswohnungen

Grafik Preisindex für Eigentumswohnungen

Stockwerkeigentum hat im Kanton Obwalden und schweizweit stark an Wert gewonnen. Von März bis September verzeichnete der Preizuwachs im Kanton 5,3 Prozent (Schweiz +2,6%). – Entwicklung vom 30. September 2020 bis 30. Septmber 2021: Kanton Obwalden +6,9 Prozent, Schweiz +5,1 Prozent (Quelle: IAZI AG)

Stockwerkeigentum hat im Kanton über die letzten zwölf Monate ebenfalls stark an Wert gewonnen. Der Preiszuwachs der am Markt gehandelten Objekte beträgt 6,9 Prozent. Nicht nur in Obwalden, sondern auch in den anderen Kantonen sind Eigentumswohnungen sehr gefragt. Dies belegt die durchschnittliche Wertsteigerung von 5,1 Prozent innert Jahresfrist. Stockwerkeigentum weist als Wohnform zahlreiche Vorzüge auf: Ob selbstgenutzt oder als Renditeobjekt weitervermietet, ermöglicht es einen verhältnismässig erschwinglichen Zugang zu Immobilienbesitz. Das Spektrum an Objekten ist von der kleinen Single- bis zur grosszügigen Familienwohnung vielfältiger als im Häusermarkt.

Obwohl die Zahl gehandelter Wohnungen im Kanton etwas grösser ist, mag die Bautätigkeit mit der grossen Nachfrage auch in diesem Segment nicht Schritt zu halten. Umso glücklicher darf sich schätzen, wer bereits eine Wohnung in Obwalden besitzt: Über die letzten rund 20 Jahre hat sich der Wert ohne Berücksichtigung von Alterung und Teuerung verdoppelt.

Preisniveaukarte für Eigentumswohnungen

Preisniveaukarte für Eigentumswohnungen

Eine 4.5-Zimmer-Musterwohnung mit 140 m2 Wohnfläche und Tiefgaragenplatz wechselt in Lungern für gut 780'000 Franken die Hand, in Giswil für rund 900'000 Franken und in Sarnen und Engelberg wird die Schwelle von einer Million Franken überschritten. (Quelle: IAZI AG)

Dass geeignete Objekte auch auf dem Obwaldner Wohnungsmarkt äusserst rar sind, zeigt das flächendeckend erhöhte Preisniveau. Der Transaktionswert einer typischen Viereinhalbzimmer-Wohnung mit 140 Quadratmeter Wohnfläche und Balkon oder Terrasse erreicht im kantonalen Durchschnitt bald eine Million Franken. Diese Grenze ist in Sarnen und Engelberg bereits überschritten. Das hohe Preisniveau in der bekannten Feriendestination widerspiegelt auch die Dynamik des Zweitwohnungsmarktes, wobei Ferienobjekte in der Analyse nicht separat ausgewertet werden.

Relativiert wird das Preisniveau durch den Blick auf nahe Zentren wie Zug oder Luzern. In diesen Gebieten werden Wohnungen zu weit höheren Preisen gehandelt. Wer nicht gerade ein Objekt an zentraler Lage im Hauptort Sarnen sucht, kann durch die Erweiterung des Suchradius auf andere Gemeinden im Kanton – mit etwas Glück und Geduld – rund 100‘000 bis über 200‘000 Franken einsparen.

Zusammenfassung Preisindex Eigenheime

Grafik Zusammenfassung Preisindex Eigenheime

Die Eigenheimpreise erzielten mit +7,4 Prozent (Kanton Obwalden) respektive +5,5 Prozent (Schweiz) rekordverdächtige Wachstumsraten in den letzen zwölf Monaten.(Quelle: IAZI AG)

Die Preise für Wohneigentum steigen scheinbar unaufhaltsam und dies bereits seit Jahren. Ist das Potenzial nach oben unbegrenzt oder droht im Gegenteil schon bald das Platzen einer Immobilienblase? Mehrere Faktoren sind verantwortlich für die derzeit rekordverdächtigen Wachstumsraten der Eigenheimpreise von 7,4 Prozent (Kanton Obwalden) respektive 5,5 Prozent (Schweiz). So führen die tiefen Zinsen nicht nur dazu, dass das Wohnen im Eigenheim vielfach preiswerter ist als zur Miete. In Kombination mit den steigenden Inflationsraten schaffen sie Anreiz zu einer fortlaufenden Verschiebung von Kapital in Sachwerte wie zum Beispiel Grundbesitz.

Zudem behauptet sich die Schweiz trotz Corona-Pandemie als begehrter Wohn- und Arbeitsort. Zuwanderung und kontinuierliches Bevölkerungswachstum auch während des Krisenjahres 2020 widerspiegeln, dass die hiesige Wirtschaft besser durch die Pandemie gekommen ist als diejenige zahlreicher anderer Länder. Dies gilt im Besonderen für den Kanton Obwalden, der über eine hohe Standortattraktivität verfügt. All diese Faktoren sprechen gegen eine Spekulationsblase. Weitere Preissteigerungen sind deshalb nicht auszuschliessen.

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