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5. Mai 2021

Preisentwicklung Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen im Kanton Obwalden

Erstellt durch IAZI AG

Preisindex für Einfamilienhäuser

Grafik Preisindex für Einfamilienhäuser

Seit der Bundesrat im März 2020 die «ausserordentliche Lage» erklärt hat, sind die Hauspreise im Kanton Obwalden um 5,1 Prozent (Schweiz +3,0%) gestiegen. – Entwicklung vom 30. September 2020 bis 31. März 2021: Kanton Obwalden +1,9 Prozent, Schweiz 2,4 Prozent (Quelle: IAZI AG)

Das vergangene Jahr hatte es in sich für den Obwaldner Immobilienmarkt. Seit der Bundesrat im März 2020 die «ausserordentliche Lage» erklärt hat, sind die Hauspreise im Kanton um 5,1 Prozent gestiegen. Damit übertrifft die hiesige Marktdynamik den bereits beachtlichen schweizweiten Wertzuwachs von 3 Prozent deutlich. Die aktuellsten Markttransaktionen bestätigen somit einen bereits zu Beginn der Corona-Pandemie vermuteten Effekt: Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern steigt aufgrund veränderter Gewohnheiten und wachsendem Platzbedarf sprunghaft. Gleichzeitig ist das Angebot beschränkt – mit entsprechenden Folgen für die Preise.

Eine Marktentspannung ist im Bereich der Einfamilienhäuser denn auch bis auf Weiteres nicht zu erwarten. Wer es sich leisten kann, wird weiterhin den Erwerb eines eigenen Hauses anstreben, während Bauland im Kanton Obwalden stets knapper wird. Der Anstieg der Hauspreise, der seit Beginn der Indexreihe 1998 über 80 Prozent beträgt, dürfte sich folglich fortsetzen.

Preisniveaukarte für Einfamilienhäuser

Preisniveaukarte für Einfamilienhäuser

In sämtlichen Gemeinden des Kantons Obwalden wird eine fünfjährige Musterliegenschaft mit 180 m2 Wohnfläche und 600 m2 Grundstück zu Preisen über einer Million Franken gehandelt. (Quelle: IAZI AG)

Wer ein typisches Einfamilienhaus in Obwalden erwerben möchte, muss über ein entsprechendes finanzielles Polster verfügen. In sämtlichen Gemeinden des Kantons wird eine fünfjährige Musterliegenschaft mit 180 m2 Wohnfläche und 600 m2 Grundstück zu Preisen über 1 Million Franken gehandelt. Dennoch ist der Schritt in das eigene Haus nicht überall gleich kostspielig. Während der Wert in Lungern noch knapp über der Millionengrenze liegt, sind in Sarnen bereits mehr als 1,4 Millionen Franken nötig.

Die Hauspreise im Kanton befinden sich also auf hohem Niveau. Ein Vergleich mit anderen Standorten vermag diese Aussage jedoch zu relativieren. So müssen für den Kauf des Musterhauses etwa in der Stadt Luzern fast 2 Millionen Franken budgetiert werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Mit der kurzen Fahrt von Luzern nach Sarnen lassen sich fast 600‘000 Franken einsparen. Zudem dürften Pendlerstrecken wie diese dank Homeoffice in Zukunft seltener zurückzulegen sein.

Preisindex für Eigentumswohnungen

Grafik Preisindex für Eigentumswohnungen

Mit einem Zuwachs von 5,6 Prozent (Schweiz 4,1%) über die vergangenen zwölf Monate sind die Preise von Stockwerkeigentum im Kanton Obwalden stärker als jene von Einfamilienhäusern gewachsen. – Entwicklung vom 30. September 2020 bis 31. März 2021: Kanton Obwalden +1,5 Prozent, Schweiz +2,5 Prozent (Quelle: IAZI AG)

Mit einem Zuwachs von 5,6 Prozent über die vergangenen zwölf Monate sind die Preise von Stockwerkeigentum in Obwalden sogar noch stärker gestiegen als jene von Einfamilienhäusern. Nicht nur der wachsende Wunsch nach eigenen vier Wänden aufgrund der Corona-Krise und ein grösserer Wohnflächenbedarf dürften die Nachfrage in diesem Teilmarkt befeuert haben. Aufgrund der hohen Preise und dem knappen Angebot im Bereich der Einfamilienhäuser stellen Wohnungen für viele Kaufwillige die einzige Möglichkeit dar, im Kanton zu Wohneigentum zu gelangen.

Auch im landesweiten Immobilienmarkt dürfte diese Verschiebung der Nachfrage von Einfamilienhäusern zu Stockwerkeigentum zum Tragen kommen, sind doch die Wohnungspreise im Schweizer Durchschnitt mit 4,1 Prozent ebenfalls deutlich gestiegen. Seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1998 hat sich der Wert von Stockwerkeigentum sogar mehr als verdoppelt. Dies zeigt auch, wieso für viele Käufer Wohnungen als Wertanlage interessant sind.

Preisniveaukarte für Eigentumswohnungen

Preisniveaukarte für Eigentumswohnungen

Eine 4.5-Zimmer-Musterwohnung mit 140 m2 Wohnfläche und Tiefgaragenplatz wechselt in Lungern für gut 750'000 Franken die Hand, in Giswil für rund 900'000 Franken und in Sarnen ist die Schwelle von einer Million Franken faktisch erreicht. (Quelle: IAZI AG)

Auch wer sich für Stockwerkeigentum im Kanton interessiert, muss über ein stattliches Eigenkapital und Haushaltseinkommen verfügen. Doch liegt ein Wohnungskauf mit Blick auf die Obwaldner Preisniveaukarte für viele noch eher in Reichweite als der Erwerb eines Einfamilienhauses. In Lungern wechselt eine typische Viereinhalbzimmer-Wohnung mit 140 m2 Wohnfläche und Tiefgaragenplatz für gut 750‘000 Franken die Hand. In Giswil sind es bereits rund 900‘000 Franken und in Sarnen ist die Schwelle von 1 Million Franken faktisch erreicht.

Obwohl auch die Wohnungspreise in den kommenden Quartalen weiter steigen dürften, ist die Lage weniger angespannt als im kantonalen Häusermarkt. In den vergangenen Jahren wurde der Wohnungsbestand kontinuierlich ausgeweitet. Auch wenn das Angebot nicht mit der Nachfrage Schritt hält, dürfte die Suche nach einem geeigneten Objekt in diesem Segment dennoch leichter fallen.

Zusammenfassung Preisindex Eigenheime

Grafik Zusammenfassung Preisindex Eigenheime

Der Obwaldner Immobilienmarkt ist bisher weitgehend schadlos durch die Pandemie gekommen. Mehr noch: Wer Wohneigentum erwerben will, muss heute eine um 5,3 Prozent höhere Zahlungsbereitschaft aufweisen als vor einem Jahr. Zurückzuführen ist dies unter anderem auch auf die Zuwanderung aus dem Ausland.(Quelle: IAZI AG)

Während viele Branchen unter den Folgen der Corona-Krise leiden und die Schweizer Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 einen empfindlichen Dämpfer erfahren hat, ist sowohl der landesweite als auch der kantonale Immobilienmarkt bisher weitgehend schadlos durch die Pandemie gekommen. Mehr noch: Wer Wohneigentum in Obwalden erwerben will, muss heute eine um 5,3 Prozent höhere Zahlungsbereitschaft aufweisen als beim Ausbruch vor einem Jahr. Der Corona-Effekt zeigt sich im Kanton somit deutlich stärker als in anderen Landesteilen.

Bemerkenswerterweise liegt dies nicht nur an direkten Nachfragetreibern wie der gestiegenen Bedeutung der eigenen vier Wände und erhöhten Platzansprüchen. So nimmt der Wohnraumbedarf auch aufgrund der Zuwanderung aus dem Ausland zu: Im Jahr 2020 ist diese trotz Corona-Virus per Saldo gestiegen – im Kanton wie auch schweizweit. Dies unterstreicht die hohe Attraktivität des Standorts im Vergleich mit dem europäischen Umland. Das anhaltende Tiefzinsumfeld und die vorteilhaften Finanzierungskonditionen dürften ihren Teil zu weiteren Preissteigerungen beitragen.

 

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