Zum Inhalt springen

Ergebnis - OKB

Title Portlet

Ergebnis

ih-ergebnis

Verschachtelte Anwendungen

ts-ergebnis

Geschäftsjahr 2020

Sehr gutes Jahresergebnis

Die Obwaldner Kantonalbank schliesst mit einem sehr guten Jahresergebnis 2020 ab. Drei Faktoren haben das Geschäftsjahr geprägt: Die positive Entwicklung des operativen Geschäfts in allen Bereichen trotz Covid–19-Krise. Ein anfänglich schwieriges Börsenjahr, das eine Kehrtwende machte. Und die vorsichtigere Bewertung von bestehenden Positionen bei den Kundenausleihungen.

Bruttogewinn
Der erwirtschaftete Bruttogewinn beträgt 28,76 Millionen Franken. In Anbetracht eines von der Covid–19-Pandemie gezeichneten Marktumfeldes ist dies ein sehr guter Wert.

Bilanzsumme
Die Bilanzsumme wächst um 302,64 Millionen Franken. Sie verzeichnet somit ein Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Dividende
Die Inhaber von Partizipationsscheinen erhalten eine Dividende von 34 Prozent auf dem Nominalwert ausbezahlt. Bei einem Jahresendkurs von 1’110 Franken entspricht das einer Rendite von 3,06 Prozent.

Marktumfeld

Das Jahr 2020 wird als ein in allen Bereichen und Lebenslagen von der Covid–19-Pandemie geprägtes Jahr in die Geschichtsbücher eingehen. Das Schweizer Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnet einen seit dem Zweiten Weltkrieg nie mehr dagewesenen Einbruch. Anleger kommen trotz der zwischenzeitlich starken Kurseinbrüche mit einem blauen Auge davon.

Obwaldner Wirtschaft von Pandemie gezeichnet
Der globalen Wirtschaftskrise kann sich die Schweiz nicht entziehen. Das hat auch für die Wirtschaft des Kantons Obwalden deutliche Folgen. BAK Economics erwartet für das Berichtsjahr einen Einbruch der Bruttowertschöpfung von 3,6 Prozent. Der Schweizer Durchschnitt liegt bei einem Minus von 3,3 Prozent. Die grössten Wertschöpfungsverluste schreiben die Branchen Gastgewerbe und Tourismus. Die Zahl der Übernachtungen bricht in den ersten acht Monaten um die Hälfte ein. Positive Impulse kommen hingegen aus dem Baugewerbe. Vor allem im Tiefbau sind die Zahlen ausgezeichnet, was sich in einem kräftigen Wachstum niederschlägt. Insgesamt resultiert für den Kanton Obwalden ein prognostizierter Rückgang des realen BIP von minus 4,8 Prozent (Vorjahr: −0,5%). Die Gesamtschweiz erreicht voraussichtlich minus 3,1 Prozent (Vorjahr: +1,1%). Die Arbeitslosenquote in Obwalden beträgt 1,2 Prozent (Vorjahr: 0,7%). Sie liegt damit immer noch deutlich unter dem Schweizer Wert von 3,1 Prozent (Vorjahr: 2,3%).

Obwaldner Immobilienmarkt legt an Dynamik zu
Die Nachfrage nach Wohneigentum ist im Kanton Obwalden intakt, auch zu Pandemie-Zeiten. Die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen erreichen im Herbst 2020 neue Rekordwerte. Die Leerstandsziffer verharrt mit 0,9 Prozent fast unverändert auf dem tiefen Niveau des Vorjahres, trotz Abnahme der Zuwanderung. Gemäss Immobilienberatungsunternehmen IAZI AG weist der Preisindex für Eigentumswohnungen per Ende September ein Plus von 4,0 Prozent aus. In der Schweiz sind es 1,5 Prozent. Bei den Einfamilienhäusern sieht das Bild ähnlich aus: ein Plus von 3,2 Prozent in Obwalden, ein Plus von 0,6 Prozent schweizweit. Gerade in der Covid–19-Krise scheint der Wunsch nach einem eigenen Haus mit Umschwung gross zu sein.

Turbulentes Anlagejahr
Anzeichen einer konjunkturellen Stabilisierung verheissen zu Beginn des Jahres rosige Aussichten für das Anlagejahr 2020. Der Ausbruch der Covid–19-Pandemie versetzt dieser Stimmung einen jähen Dämpfer. Im März reagieren die Aktienmärkte mit einem abrupten Stimmungsumbruch und massiven Kursausschlägen. Chinas Massnahmen zur Eindämmung des Virus führen zu Produktionsausfällen. Lieferketten sind unterbrochen. Das hat Auswirkungen auf den Rest der Welt. Im Kampf gegen das Virus ergreifen auch Europa und die USA rigorose Massnahmen bis hin zu flächendeckenden Lockdowns. Die Weltwirtschaft sieht sich mit der stärksten Rezession der Nachkriegszeit konfrontiert, mit dem Tiefpunkt im April.

Die Notenbanken reagieren umgehend: Die US-Notenbank Fed senkt den Leitzins binnen kürzester Zeit auf nahezu null Prozent und kündigt an, im grossen Stil Wertpapiere zu kaufen. Die Europäische Zentralbank startet ein grossangelegtes Anleihenkaufprogramm. Weltweit nehmen Notenbanken im Verlaufe des Jahres über 200 Zinssenkungen vor. Gleichzeitig schnüren Staaten gigantische Hilfspakete. Die beispiellosen Hilfspakete der Geld- und Fiskalpolitik beruhigen die Investoren an den Finanzmärkten. Die Aktienmärkte erholen sich daraufhin sehr schnell von den Kursrückschlägen.

Ergebnis

Der Bankrat wie auch die Geschäftsleitung bewerten das Geschäftsergebnis mit einem soliden Geschäftserfolg von 25,09 Millionen Franken als sehr gut. Die Obwaldner Kantonalbank erzielt in jedem Bereich des operativen Geschäfts ein positives Ergebnis. Sie verzeichnet ein gesundes Wachstum bei den Kundenausleihungen und den effektiven Kundengeldern. Dank ihres stringenten Kostenmanagements hat sie die Ausgaben im Griff. Zusätzlich gebildete Wertberichtigungen widerspiegeln die pandemiebedingte vorsichtige Einschätzung von Kreditpositionen.

Kanton erhält 9,82 Millionen Franken
Die Obwaldner Kantonalbank entrichtet dem Kanton Obwalden 9,82 Millionen Franken als Gewinnausschüttung und Abgeltung der Staatsgarantie. Gleichzeitig zahlt sie eine Dividende von 34 Prozent auf ihren Partizipationsscheinen aus. Das entspricht einer Rendite von 3,06 Prozent bei einem Jahresendkurs von 1’110 Franken.

Zinsengeschäft auf Vorjahresniveau gehalten
Das Zinsengeschäft fällt mit einem ausgewiesenen Netto- Erfolg von 48,27 Millionen Franken im Rahmen des Vorjahres aus. Entgegen des Trends konnte die Zinsmarge gehalten werden. Das aktive Bewirtschaften der durch die Schweizerische Nationalbank festgelegten Freigrenze für Negativzinsen reduzierte zudem den Zinsaufwand.

 

Geschäftserfolg
(in Mio. CHF)

Geschäftserfolg 2020
Geschäftserfolg 2020: CHF 25,09 Mio.
Wertberichtigungsquote
(in Prozent)

Grafik Wertberichtigungsquote 2020
Wertberichtigungsquote 2020: 0,83 Prozent
 

Zusätzliche Wertberichtigungen gebildet
Die sehr gute Qualität des Kreditportefeuilles liess in den letzten Jahren ein kontinuierliches Auflösen von gebildeten Wertberichtigungen zu. Die nicht abschätzbaren Folgen der Covid–19-Pandemie auf gewisse Branchen veranlasst die Obwaldner Kantonalbank dazu, diesen Trend zu brechen und deutlich mehr Wertberichtigungen zu bilden.

Marktsituation beflügelt das Wertschriften- und Anlagegeschäft
er Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erreicht erwartungsgemäss nicht das ausgezeichnete Vorjahresergebnis. Mit einem Plus von 400’000 Franken im Vergleich zum Vorjahr setzt jedoch der Kommissionertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft ein klares Ausrufezeichen. Die durch die Unsicherheiten der Pandemie entstandenen grösseren Schwankungen an der Börse generierten mehr Handelsaktivität. Hinzu kommt ein Depot-Wachstum von netto knapp 90 Millionen Franken. Die neuen Anlageprodukte in der Vermögensverwaltung überzeugen die Kunden.

Auch beim Kommissionsertrag im übrigen Dienstleistungsgeschäft ist ein Covid–19-Effekt spürbar. Deutlich weniger Bargeldbezüge an den Bancomaten, geschrumpfte Kreditkartenumsätze und weniger Kartenzahlungen im Ausland führten zu tieferen Erträgen.

Rege Handelsaktivitäten wirken sich positiv aus
Das operative Handelsgeschäft verlief sehr gut. Aktiv präsentierte sich der Handel mit Edelmetall. Es zeigt sich einmal mehr, dass Gold in Krisenzeiten ein sicherer Wert ist. Auch im Devisenhandel wird ein besseres Ergebnis erzielt, da Firmenkunden mehr Geschäfte tätigten. Zudem spielen Fremdwährungen in Anlagegeschäften zunehmend eine Rolle. Die im März aufgrund des Börseneinbruchs erlittenen Bewertungsverluste im eigenen Handelsbestand können bis Ende Jahr mehrheitlich wettgemacht werden. Ein Vergleich mit dem Rekordergebnis 2019 erübrigt sich jedoch.

Trendwende beim übrigen ordentlichen Erfolg
Mitte Jahr weist der übrige ordentliche Erfolg ein Minus von 440’000 Franken aus. Die tieferen Börsenkurse im März führen bei den eigenen Finanzanlagen zu Buchverlusten. Verluste, die erst Ende Jahr mit realisierten Kursgewinnen aus gezielten Verkäufen wieder ausgeglichen werden können. Der übrige ordentliche Erfolg schliesst Ende Jahr mit einem Ergebnis von 1,21 Millionen Franken ab, 2,5 Millionen Franken tiefer als im Vorjahr.

 

Cost-Income-Ratio
(in Prozent)

Grafik Cost-Income-Ratio 2020
Cost-Income-Ratio 2020: 52,01 Prozent
Bilanzsumme
(in Mio. CHF)

Grafik Bilanzsumme 2020
Bilanzsumme 2020: CHF 5'519 Mio.
 

Stringentes Kostenmanagement führt zu tieferem Geschäftsaufwand
Die Cost-Income-Ratio von 52 Prozent, also der Geschäftsaufwand im Verhältnis zum Bruttoerfolg, beweist die konstant hohe Effizienz der Bank.

Der Geschäftsaufwand sinkt im Vorjahresvergleich um 1,2 Prozent auf 31,16 Millionen Franken. Der Sachaufwand fällt um 600’000  Franken tiefer aus. Es ist das Resultat einer strikt eingehaltenen Kostendisziplin. Zusätzliche Kosten verursachen die gegen Covid–19 ergriffenen Schutzmassnahmen wie zum Beispiel das Zumieten von externen Büroräumlichkeiten. Weiter hat die Obwaldner Kantonalbank diverse Aktionen lanciert, um die Bevölkerung und die Obwaldner Wirtschaft zu unterstützen: Verteilaktion von Gastro-Gutscheinen für Inhaber von Partizipationsscheinen, Dankesaktionen für das Gesundheitspersonal sowie die Verwaltungsangestellten oder auch die Finanzierung der Beschaffung von zertifizierten chirurgischen Masken für das Obwaldner Gewerbe. Ausserdem wurde erneut in digitale Technologien und in das Filialnetz investiert. Auf der anderen Seite konnten Kosten gespart werden, weil ab März fast alle Anlässe abgesagt und kostenintensive Projekte verzögert wurden.

Lohnanpassungen sowie höhere Sozial- und Ausbildungskosten liessen den Personalaufwand steigen. Die Obwaldner Kantonalbank weist für das Jahr 2020 155 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt (Quartalsbasis) aus.

Starkes Wachstum der Bilanz
Die Bilanzsumme wächst um beachtliche 302,64 Millionen Franken (+5,8%) auf 5,52 Milliarden Franken. Haupttreiber dieses Wachstums sind die flüssigen Mittel und die Hypothekarforderungen. Die flüssigen Mittel fielen wegen Liquiditätsmassnahmen um 156 Millionen Franken höher aus. Die Hypothekarforderungen nahmen um 139 Millionen Franken zu.

Kundenausleihungen legen deutlich zu
Ein sehr erfreuliches Wachstum von rund 170 Millionen Franken und somit ein Plus von 4,6 Prozent kann bei den Kundenausleihungen vor Wertberichtigungen erzielt werden. Ohne Berücksichtigung der Covid–19-Kredite wird ein überdurchschnittliches Wachstum von 125 Millionen Franken erzielt. Der Bruttobestand der Kundenausleihungen beträgt Ende Jahr 3,80 Milliarden Franken.

Effektive Kundengelder mit starkem Plus
Ein starkes Wachstum erfolgt bei den effektiven Kundengeldern. Ende Jahr verzeichnen sie eine Zunahme um 6,8 Prozent bzw. um rund 200 Millionen Franken. Ein Spitzenwert. Erreicht dank des grossen Zuflusses an Kundengeldern sowie einer höheren Sparquote. In Krisenzeiten wird mehr gespart.

 

Kundenausleihungen (brutto)
(in Mio. CHF)

Grafik Kundenausleihungen (brutto) 2020
Kundenausleihungen 2020: CHF 3'796 Mio.
Kundengelder (effektiv)
(in Mio. CHF)

Grafik Kundengelder (effektiv) 2020
Kundengelder 2020: CHF 3'171 Mio.
 

Eigenkapitalbasis ist solide
Das Eigenkapital vor Gewinnverwendung beläuft sich per 31. Dezember 2020 auf 496 Millionen Franken, was 9,0 Prozent der Bilanzsumme entspricht. Ein Wert, der die Obwaldner Kantonalbank als gut kapitalisiert und sehr stabil ausweist.

Ausblick in ein von Unsicherheiten geprägtes 2021
Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2021 fallen bei der Obwaldner Kantonalbank zurückhaltend aus. Zu unsicher sind die Auswirkungen der anhaltenden Covid–19-Krise. Die Bank erwartet aufgrund eines generellen Investitionsrückgangs ein geringeres Wirtschaftswachstum. Nicht absehbar ist die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Kanton Obwalden. Die privaten Einkommen dürften sinken. All dies veranlasst die Obwaldner Kantonalbank dazu, für 2021 mit einem tieferen Jahresergebnis zu rechnen.

Nebst all den Unsicherheiten im 2021 ist für die Obwaldner Kantonalbank eines sicher: Sie wird Ende Sommer ihren neuen Hauptsitz in Sarnen Nord beziehen. In der 135-jährigen Geschichte der Bank ein besonderes und sehr erfreuliches Ereignis.

Obwaldner Kantonalbank
Bankrat und Geschäftsleitung

se-archiv-ergebnis

Archiv

ca-ergebnis-archiv

Unser Geschäftsjahr 2019 im Überblick

Download PDFs

Geschäftsbericht 2019
Kurzbericht 2019
Halbjahresbericht 2019

 

Unser Geschäftsjahr 2018 im Überblick

Download PDFs

Geschäftsbericht 2018
Kurzbericht 2018
Halbjahresbericht 2018

 

cs-ergebnis

Kurzbericht 2020

Erfahren Sie die Details des Kurzberichts 2020 unserer Bank.


Download PDF

cs-ergebnis-geschaeftsbericht

Geschäftsbericht 2019

Erfahren Sie die Details des Geschäftsjahres 2019 unserer Bank.


Download PDF

cs-newsletter-anmelden

Newsletter

Immer die aktuelle Ausgabe bekommen? Melden Sie sich für den Newsletter an. 


Anmelden
Schließen Kontakt

kontakt-pop-up

Kontaktieren Sie uns

Chatten Sie mit unseren Experten

Unsere Berater sind Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr für Sie da.
 

Notfall-Telefonnummern

Rufen Sie uns an

041 666 22 11


Schreiben Sie uns

Mitteilung senden


Wir nehmen uns gerne Zeit für Sie.

Termin vereinbaren


So finden Sie uns

Standorte finden