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7. Juni 2022

Globale Wirtschaft weiterhin angeschlagen

Europäische Zentralbank beginnt im Juli mit der Zinswende.

Divergierende Wirtschaftsentwicklung zu Jahresbeginn
In den ersten drei Monaten des Jahres hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft deutlich verlangsamt. Während sich die Eurozone und viele Schwellenländer in Lateinamerika und Osteuropa noch ansprechend entwickelten, kam es in den USA und in Japan zu einer Schrumpfung der Wirtschaft. Angesichts der rigorosen behördlichen Einschränkungsmassnahmen während der Omikron-Welle ist die Eintrübung der wirtschaftlichen Aktivität in Japan jedoch geringer ausgefallen als befürchtet. In den USA zeigt der vertiefte Blick auf die BIP-Zahlen, dass der Rückgang der Wirtschaftsleistung vorwiegend auf den überaus schwachen Aussenhandel zurückzuführen war, während sich der private Konsum und die Investitionen solide entwickelten.

Wachstumskräfte schwinden
Insgesamt ist es unübersehbar, dass der verheerende Krieg in der Ukraine, Chinas kostspielige Zero-Covid-Strategie und der starke Anstieg der weltweiten Inflation die Aussichten für die globale Wirtschaft belasten. Darüber hinaus ist die Prognoseunsicherheit angesichts vieler Unwägbarkeiten zurzeit enorm hoch. Für das 2. Quartal 2022 rechnen wir mit einem noch schwächeren Wachstum als in den ersten drei Monaten des Jahres. China entpuppt sich dabei für die Weltwirtschaft als veritabler Klotz am Bein. Trotz der inzwischen gelockerten Lockdowns in wichtigen Wirtschaftsregionen rechnen wir im 2. Quartal mit einer schrumpfenden chinesischen Wirtschaft. Die jüngst angekündigten Konjunkturprogramme wirken sich zwar stützend aus, können aber nicht verhindern, dass das vorgegebene Wachstumsziel der Regierung von 5.5 Prozent in weite Ferne rückt. Insgesamt rechnen wir in diesem Jahr noch mit einer Zunahme des globalen BIP von 3.1 Prozent.

Knifflige Aufgabe
Ungeachtet der sich eintrübenden Konjunktur ist die Inflation in den letzten Monaten vielerorts angestiegen, womit sich das Verhältnis zwischen Wachstum und Inflation in praktisch allen Ländern und Regionen verschlechtert und Richtung Stagflation verschoben hat. Aktuell ist die Prioritätenordnung der Notenbanken klar: Angesichts der anhaltenden und deutlichen Überschreitungen der Inflationsziele haben sich die Notenbanken der Inflationsbekämpfung
verpflichtet. Selbst die lange zurückhaltend agierende Europäische Zentralbank wird bereits im Juli mit der Zinswende beginnen. Die Schweizerische Nationalbank dürfte ihr im September folgen. Derweil hat die US-Notenbank unmissverständlich kommuniziert, den Leitzins so lange anzuheben, bis es überzeugende Belege für einen Rückgang der Inflation gebe.

Inflation hat Höhepunkt überschritten
Auch wenn die Inflation in der Eurozone im Mai auf mehr als acht Prozent getrieben wurde, dürfte die Inflation in den meisten Ländern spürbar zurückgehen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich die Angebotsengpässe im Laufe des Jahres entspannen, die Energiepreise nicht weiter ansteigen und die drohende Lohn-Preis-Spirale nicht einsetzt. Dennoch bleibt die Teuerung per Ende Jahr in den meisten Ländern noch klar über den Zielen der jeweiligen
Notenbanken.

Vieles bereits eingepreist
Nach wie vor gibt es gute Gründe, davon auszugehen, dass eine Stagflation in den nächsten 18 Monaten vermieden werden kann. So beurteilen die Unternehmen ihre Geschäftslage immer noch zuversichtlich. Auch die Investitionsbereitschaft ist weiterhin hoch. Seitens der privaten Haushalte sprechen der vorteilhafte Arbeitsmarkt und die von der Corona-Pandemie stammenden hohen Überschussersparnisse trotz der trüben Verbraucherstimmung gegen einen Einbruch des Konsums. Die Finanzmärkte haben auf das eingetrübte wirtschaftliche Umfeld mit deutlichen Abgaben reagiert. Damit dürfte viel Ungemach bei den Kursen vorweggenommen sein. Die weiteren Abwärtsrisiken an den Aktienmärkten halten wir deshalb für begrenzt und die Renditen am Bondmarkt dürften nur noch wenig ansteigen.

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