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Nachhaltigkeit - OKB

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Nachhaltigkeit

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Nachhaltigkeit

Christoph Portmann trat als Nachhaltigkeitsverantwortlicher der Obwaldner Kantonalbank am 1. April 2020 die Nachfolge von Hans-Ruedi Durrer an. Er ist als Leiter Recht & Compliance für die Bank tätig. Über sein Verständnis von Nachhaltigkeit und sein neues Aufgabengebiet erzählt er in diesem Interview.

Christoph Portmann, was ist Ihr persönliches Verständnis von Nachhaltigkeit?
Ein sinnvoller Umgang mit den vorhandenen Ressourcen und mit Transportwegen. Nachhaltigkeit bedeutet für mich zudem Verzicht. Nachhaltigkeit wird über Generationen hinweg nur funktionieren, wenn jeder von uns bewusster mit den Ressourcen dieses Planeten umgeht. Gleichzeitig dürften starke Regulative in Form von höheren Abgaben nötig sein, um die Nutzung von Energieträgern zu verteuern und somit zu reduzieren.

Wie sehen Sie Ihre Aufgabe als Nachhaltigkeitsverantwortlicher?
Ich bin das «schlechte Gewissen» der Bank, wenn es um die nachhaltige Entwicklung und generell um die Nachhaltigkeit geht. Beim operativen Bankbetrieb umfasst das Themen wie die Mobilität der Mitarbeitenden oder der Energieverbrauch. Aber auch im Anlage- und Finanzierungsgeschäft weise ich darauf hin, dass das Angebot an nachhaltigen Anlagen ausgebaut werden muss. Als Mitglied der Financial Sustainable Commission berate ich bei grösseren Finanzierungen. Bei meinem Amtsantritt war mir bewusst, dass diese Funktion eine relativ grosse Stress- und Frustrationstoleranz voraussetzt. Letztlich kann man nie alle seine Vorstellungen realisieren. Aber mir geht es auch darum, immer wieder auf nachhaltige Optionen hinzuweisen.

Was ist Ihre Vision für die Obwaldner Kantonalbank?
Die Obwaldner Kantonalbank ist im Kanton Obwalden ein Vorzeigeunternehmen für nachhaltiges Unternehmertum. Wir sind eine vertrauenswürdige Bank und zudem eine vorausdenkende und nachhaltige Bank im operativen Betrieb. Das heisst auch, dass wir gewisse Geschäftsbereiche bewusst nicht anbieten, wie zum Beispiel das Geschäft mit Kleinkrediten, weil es zu Überschuldung führen kann. Gleichzeitig leisten die Mitarbeitenden im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Beitrag, indem sie für den Arbeitsweg den öffentlichen Verkehr nutzen. In meiner Vision ist die Obwaldner Kantonalbank eine moderne Bank, die anderen Unternehmen das Signal aussendet, es ihr gleichzutun.

Wo sehen Sie die besonderen Herausforderungen für die Bank auf dem Weg zu Ihrer Vision?
In der Mentalität und der Abhängigkeit.

Was genau meinen Sie mit Mentalität?
In der Regel geht der Mensch den Weg des geringsten Widerstands. Die Menschen in einem dezentral besiedelten Gebiet wie Obwalden zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr zu bewegen, ist schwierig. Es braucht die Bereitschaft, die Vorteile des Neuen zu entdecken.

Und wie verhält es sich mit der von Ihnen genannten Abhängigkeit?
Als kleine Bank arbeiten wir im Anlagegeschäft mit einer Partnerbank zusammen. Somit sind wir in diesem Bereich abhängig von den Lösungen, die uns unsere Partnerin offeriert. Im Finanzierungsgeschäft sieht es ganz anders aus. Da können wir ausschliessen, eingrenzen, fördern.

Wie beurteilen Sie das bisherige nachhaltige Engagement der Obwaldner Kantonalbank?
Als angemessen. Sie machte das, was dem Zeitgeist entsprach. Wie viele andere Unternehmen auch. Doch die ganze Thematik hat in jüngster Zeit eine andere Dynamik erhalten. Auch aufgrund von Vorgaben des Bundes und der Finanzmarktaufsicht. Nachhaltiges Handeln bezieht sich nebst dem reinen Bankbetrieb nun auch auf das Anlage- und Finanzierungsgeschäft. Viele sprechen momentan von einer Zeitwende. Alle Massnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie werden zu gesellschaftlichen Veränderungen führen. Vermehrt denken Menschen und auch Unternehmen über ihr Sein in dieser Gesellschaft nach.

Wie sind Sie intern im Bereich Nachhaltigkeit organisiert?
Vier Parteien innerhalb der Bank sind in den richtungsgebenden Prozess der Nachhaltigkeit involviert. Das sind: der Bankrat bei strategischen Entscheiden, die Geschäftsleitung bei den Massnahmen, der Nachhaltigkeitsverantwortliche beim operativen Betrieb und die im Sommer 2020 gegründete Financial Sustainable Commission beratend für das gesamte Bankgeschäft.

Wie setzt sich diese Kommission zusammen?
n dieser Kommission vertreten sind die Geschäftsleitung, das Segment Privat- & Firmenkunden, die Abteilung Produktmanagement und natürlich auch der Nachhaltigkeitsverantwortliche. Sie ist eine Art Fachgremium.

Und was sind ihre Aufgaben?
Die Kommission erarbeitet zuhanden der Geschäftsleitung und auch des Bankrates interne Richtlinien und somit die Basis für nachhaltige Bankgeschäfte. Sie erteilt aber auch Aufträge an das Produktmanagement, wie zum Beispiel im Bereich «Finanzierungen» das Thema «Nachhaltigkeit» nach den strategischen Vorgaben umgesetzt und der nachhaltige Effekt gemessen werden kann.

Was war der Auslöser für diesen «neuen» Weg der Bank in Sachen Nachhaltigkeit?
Die Thematik «Nachhaltigkeit» hat 2020 in der Finanzbranche generell einen anderen Stellenwert erhalten. NGOs und die Politik hielten und halten der Finanzwelt einen Spiegel vor und nehmen sie in die Pflicht, ihre Verantwortung zu tragen. Nachhaltigkeit muss heutzutage als gesamtheitliches Verständnis in einem Unternehmen gelebt werden. Sie ist ein Teil der Unternehmensstrategie. Dies hat die Geschäftsleitung erkannt. Die neue Financial Sustainable Commission ist der erste wichtige Schritt auf diesem Weg.

Welche Schritte werden 2021 folgen?
Die Ausarbeitung und die Verabschiedung einer Nachhaltigkeitsstrategie als Teil der Unternehmensstrategie. Gefolgt von der Umsetzung. Anfang 2022 werden wir zum ersten Mal unsere Zielerreichung auswerten und analysieren. Dann werden wir auch wieder einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen

Ansprechperson

Christoph Portmann, Nachhaltigkeitsverantwortlicher

Christoph Portmann
Nachhaltigkeitsverantwortlicher

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